2 Jahre Pandemie – Unser Alltag unter Corona-Bedingungen

Wir leben nun schon seit 2 Jahren in einer Welt, die maßgeblich durch die Coronapandemie geprägt ist: zwei Lockdowns, Schulschließungen, Absagen von Klassenreisen, Maskenpflicht und Abstandsregelungen. Wie hat sich der Alltag der Schüler*innen des MRG dadurch geändert? Wie hat die Pandemie die sozialen Kontakte der Schüler*innen beeinflusst? Dies versuche ich in diesem Beitrag auf Grundlage von Antworten der Schülerschaft aus unserer Umfrage und Äußerungen einzelner Schüler*innen auf dem Schulhof, wie auch mithilfe von Informationen von einer Beratungshilfe in diesem Beitrag für euch darzustellen.

Eine Pandemie?

Im Frühjahr 2020 breitete sich das sogenannte „Coronavirus“ auch in ganz Deutschland aus. Die Regierung reagierte mit Masken- und Testpflichten, wie mit den „3/2G-Konzepten“ und zwei Lockdowns in den Jahren 2020 und 2021. In diesen Lockdowns wurden neben vielen anderen Einrichtungen auch die Schulen geschlossen. Die Bevölkerung, inklusive Schüler*innen und Lehrer*innen, sollte zu Hause bleiben. Dadurch verloren Schüler*innen direkten Kontakt zu ihren Mitschüler*innen und Lehrer*innen, wie auch zu vielen anderen Personengruppen, und normale Aktivitäten bzw. Hobbys waren größtenteils nicht auszuführen, was in der Umfrage und den Schüler-Statements klar wird.

Der Alltag während der Pandemie

In der neusten SPICKER-Umfrage aus dem März 2022 fragten wir die Schüler*innen des MRG, ob sich ihr Alltag verändert habe. Die Mehrheit in den verschiedenen Unterteilungen 6/5,7,8,9,11/10/12 aller Befragten sagt, dass sich einiges verändert habe und anderes nicht. Am zweithäufigsten wurde eine starke Veränderung des Alltages wahrgenommen. Nur 8% (Klasse 6), 5% (Klasse 5,7,8,9,11), 11% (Klasse 10) bzw. 5% (Klasse 12) der befragten Personen haben nicht den Eindruck, dass sich etwas verändert hat. Man kann er kennen, dass sich die Schülerschaft über ihren Alltag sehr einig ist.

Auch fragten wir in unserer Umfrage die Schülerschaft, ob sie der Meinung ist, dass sie etwas verpasst hätte. Die Mehrheit sagt, dass sie alles Wichtige mitgekriegt hätte, dass jedoch einiges andere auch schön gewesen wäre. Einige Schüler*innen denken, dass sie sehr viel verpasst hätten. Nur 0% (Klasse 6); 7% (Klasse 5,7,8,9,11); 5% (Klasse 10); 0% (Klasse 12) sind der Meinung, dass sie nichts verpasst hätten. Die meisten Befragten gaben an, Reisen verpasst zu haben. Danach kommen unter anderem die Hobbys der Schüler*innen, wie auch Konzerte und Kunstveranstaltungen. Neue Hobbys aufgrund der Pandemie haben nur wenige Schüler*innen aufgenommen.
Die Umfrage-Ergebnisse zeigen zudem auch, dass sich in jedem Jahrgang über 80% bereits an die Corona-Pandemie gewöhnt haben und dass diese für sie inzwischen schon zur Normalität geworden ist. Nur die Minderheit meint hier, sich noch nicht an die Pandemie gewöhnt zu haben. Auch über dieses Thema haben die Schüler*innen sehr gleiche Meinungen.

Einige Schüler*innen fragten wir selbst nach kurzen Statements dazu, wie die Pandemie ihren Alltag verändert hat:
„Eigentlich fast gar nicht.“ ~ [Klasse 5]
„Man konnte keine Freizeitaktivitäten mehr machen.“ ~ [Klasse 6]
„Ich vergesse eigentlich immer meine Maske und muss immer an meine Maske denken.“ ~ [Klasse 9]

Soziale Kontakte während der Pandemie

Die Schülerschaft fragten wir in unserer Umfrage auch, ob die Pandemie die sozialen Kontakte der Schüler*innen verändert habe. In den Klassen, die entscheidend für die Fortsetzung der schulischen Laufbahn sind (6,10,12) gibt es zwei Antworten, mit denen am meisten geantwortet wurde: „Zum Teil: Ich habe mit einigen Freunden weniger Kontakt gehabt, gleichzeitig haben sich die Kontakte, die ich trotzdem habe, gefestigt“ und „Nein, es hat sich wenig verändert“. In den Klassen 5,7,8,9,11 ist es ein bisschen enger, jedoch erkennt man dieses Muster auch hier. In 10 und 12 ist mit „Nein, meine Freundschaften haben sich sogar gefestigt“ am wenigsten geantwortet worden. Die Schüler*innen der Klassen 5,7,8,9,11 und 6 meinen am seltensten, dass sie viel weniger mit Freunden Kontakt gehabt hätten. Hier kann man einen leichten Meinungsunterschied zwischen den höheren und tieferen Klassen erkennen.

Wir haben auch die Vertrauenslehrerin Frau Tomfohrde gefragt, ob und wie sich der Gesprächs- oder Beratungsbedarf an unserer Schule während der Pandemie verändert hat. Frau Tomfohrde erzählte uns, dass der Gesprächsbedarf bezüglich sozialer Kontakte an unserer Schule während der Lockdowns gesunken sei. Dies liege aber unter anderem auch daran, dass es während der Lockdowns eher schwer gewesen sei, ein Gespräch zu vereinbaren bzw. es durchzuführen. Nach den Lockdowns sei der Bedarf aber gestiegen und sogar höher als vor der Pandemie gewesen.

Wir fragten auf dem Schulhof auch nach den Auswirkungen der Pandemie auf Freundschaften und andere soziale Kontakte:
„Ich habe auch Internet-Freunde bekommen.“ ~ [Klasse 8]
„Die Familie hat sich sehr gestärkt.“ ~ [Klasse 10]
„Mit meinen Familien gab es jetzt schon zweimal keine größere Weihnachtsfeier mehr.“ ~ [Klasse 7]

Abschließend kann man sagen, dass unsere Umfrage, aber auch die kurzen Statements zeigen, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen und Meinungen zum Leben in der Pandemie sind. Der Alltag einiger hat sich verändert, der anderer nicht. Bei einigen hat sich die Pandemie positiv oder negativ auf die sozialen Kontakte ausgewirkt, bei anderen kein bisschen. Trotzdem besteht einiger Gesprächs- und Beratungsbedarf.

Anzumerken ist noch, dass weniger als die Hälfte der Schülerschaft an der Umfrage teilnahm, wodurch die Aussagekraft eingeschränkt ist.

Hier geht es zur Auswertung der ersten Umfrage (2020)
Hier geht es zur Auswertung der zweiten Umfrage (2021)

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