Levin G.—Eine Ära endet

Viele kennen ihn, jeder hat einen von ihm gesendeten SPICKER-Newsletter bekommen: Levin. Er saß im Schülerrat sowie im Kreisschülerrat, er saß in der Schülerkammer und organisierte unter anderem auch seine Abiturfeier mit. Dadurch kennnen ihn sogar Schüler*innen aus anderen Schulen. Er war von allen aktuellen Redaktionsmitgliedern am frühsten da und gestaltete sogar noch den gedruckten SPICKER mit. In den letzten vier Jahren wurde er jedes Mal zum Chefredakteur gewählt. Am Freitag, dem 1. Juli, erhielt er sein Abiturzeugnis mit sehr guten Noten. Damit geht Levin nach acht Jahren von unserer Schule. Das bedeutet, dass die lange Zeit in der er unserer Schule half und in Schülerzeitung leitete endet. Doch was plant er eigentlich nach der Schule und wie blickt er auf seine Schulzeit zurück?

Nach dem Abitur ©Levin

SPICKER: Das Abitur – Der Start oder das Ende von etwas Großem?

Levin G.:  Also ich würde sagen, es ist das Ende von der Schule, die mit zwölf Jahren Dauer schon den Großteil meines Lebens beinflusst hat, aber das meiste liegt ja noch vor einem. Von daher trifft beides zu.

S: Wie blickst du auf den neuen Lebensabschnitt, der jetzt vor dir liegt?

L: Ich bin zuversichtlich, das bin ich eigentlich immer, irgendwie ergibt sich immer was und man hat viele neue Möglichkeiten, die man jetzt erstmal ordnen, sortieren und wahrnehmen muss, aber ich bin doch eigentlich erfreut, das Neue kennenzulernen.

S: Wenn du dein Leben als Jahr sehen würdest, wo befindest du dich gerade?

L: Also rechnerisch wäre die Schulzeit ja erst in den ersten beiden Monaten. Schule ist ja schon das Ende der Jugend und jetzt beginnt langsam das richtige Leben.

S: Die Frage war metaphorisch gemeint. In welcher Jahreszeit würdest du dich denn befinden? Fühlst du dich jetzt erwachsen?

L: Erwachsen werdend, das muss ich betonen. Es wäre der Frühling, das ist immer so ein Übergang vom Winter in den schönen Sommer.

S: Wann, denkst du, endet der Lebensabschnitt wieder, der nach dem Abitur startet?

L: Also geplant wäre nächstes Jahr. Ich habe überlegt, ein Jahr Pause von der Schule zu machen, Praktikum in einer Kanzlei zu machen, ein bisschen arbeiten und reisen und danach anfangen zu studieren. Nach einem Jahr würde also dieser Freiheitsabschnitt enden.

S: Sommer bedeutet ja den Anfang von etwas Großem. Wie wirst du aber auf dein vorheriges Leben zurückblicken?

L: Auf jeden Fall mit guten Erinnerungen, lustigen Klassenfahrten nach Berlin, gute, aber auch schlechte Lehrer, gute Freunde und natürlich die Schülerzeitung.

S: Wo wir gerade bei lustigen Erinnerungen sind: Welche witzige Erinnerung aus deiner Schulzeit wird dir immer im Gedächtnis bleiben?

L: Es gibt so viele lustige Erinnerungen, zum Beispiel witzige Lehrergeschichten, die ich aber am besten nicht hier erzähle. Einmal haben wir in einer Stunde über Papierverschwendung und Papiersparen geredet. In der nächsten Stunde kam dann eine Vertretungslehrerin und was hat sie gemacht? Sie hat für jeden Schüler zehn Mandalas ausgedruckt, nicht mal  doppelseitig, und die erste Frage, die sie gestellt hat, war: „Reichen 10 Mandalas für jeden SuS?”. Das war sehr skurril.

S: Erinnerst du dich noch an den gedruckten SPICKER? Wenn ja, wie?

L: Ziemlich gut, ich erinnere mich noch an die Umschlaggestaltung und alles, das habe ich mit Joshua gemacht und das war halt noch mit Word. Wir hatten eigentlich eine Software, aber die habe ich nicht verstanden bzw. sie hat bei mir einfach nicht funktioniert. Auf der letzten Seite hatten wir ein Kochrezept von meinen zwei besten Freunden und mir, wie wir Spagetti auf einem Balkon gekocht haben, und wir haben immer so geschrieben „für Naschkatzen“ und sowas, da haben wir uns ein bisschen darüber lustig gemacht, fand ich cool.

S: Mit wem würdest du gerne ein Interview führen und warum? Die Person kann tot sein, lebendig sein, könnte auch in der Zukunft liegen.

L: Mit vielen interessanten Leuten, zum Beispiel Helmut Schmidt. Helmut Schmidt war ein begabter Redner, also er kann konnte wirklich auf den Kern, also was er möchte, abzielen und er hatte auch einen gewissen Humor und eine gewisse Schärfe.

©Levin

S: Planst du, in Hamburg zu bleiben oder wirst du anderswo reisen bzw. leben?

L: Mein Traum ist es auf jeden Fall einmal in die USA (eventuell noch: zu reisen), besonders nach New York, aber sonst auch Europa ein bisschen. Ich möchte gerne im Winter verreisen, ich hasse Winter, also bisschen in das Warme. Hamburg ist schön, ich möchte keinen Streit anfangen, aber Berlin ist besser. Ich komme aus Berlin, von daher möchte ich auf lange Sicht zurück nach Berlin.

S: Was wirst du machen, was du zuvor (in den letzten Jahren) nicht machen konntest?

L: Ich habe durch Corona eigentlich relativ wenig verpasst. Reisen würde ich gerne noch ein bisschen mehr, da ich nur mit meiner Familie verreist bin, und das zu Corona-Zeiten immer nur in Deutschland .

S: Da sind wir auch schon beim Schluss, gibt es etwas, dass du Schüler*innen, die all das noch vor sich haben, mitgeben möchtest?

L: Wenn man sich mit den Lehrer*innen gut versteht, ist das Schulleben sehr viel einfacher, also versucht, euch gut mit ihnen zu verstehen. In der Oberstufe ist es sowieso netter mit den Lehrern, weil sie sehr viel entspannter sind.

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