Frau Freier stellt sich im Interview vor

Unser zweites Vorstellungsinterview führten wir mit Frau Freier, die Referendarin wie Herr Serour Referendarin am MRG ist. Ihr Referendarait endet mit diesem Schuljahr. Lest dazu auch unser Interview mit ihm.

SPICKER: Wie heißen Sie?

Frau Freier: Ich heiße Sabrina Freier.

SPICKER: Welche Fächer unterrichten Sie?

Frau Freier: Ich unterrichte Mathematik und Englisch.

SPICKER: Was interessiert Sie an diesem Job?

Frau Freier: Dieser Job ist zum einen vielfältig: Kein Tag, nicht einmal der Wochentag, gleicht dem anderen! Zum anderen ist es ein Geschenk, euch junge Menschen beim Aufwachsen und Lernen zu begleiten, und es ist ein schönes Gefühl, wenn ihr etwas könnt, was man selbst euch beigebracht hat. Gleichzeitig ist das natürlich auch viel Verantwortung. Ich mag das menschliche Miteinander sehr, sowohl innerhalb des Kollegiums als auch innerhalb einer Klasse, auch wenn es mal chaotisch zugeht oder völlig unvorhergesehene Dinge passieren. Auch kann ich mich kreativ austoben, indem ich selbst Arbeitsblätter gestalte und spontane Unterrichtsideen unmittelbar in die Tat umsetze. Und ich lerne selbst noch einiges dazu, zum Beispiel in meinem Business Englisch-Kurs! Ich kann mir für mich keinen anderen Job mehr vorstellen…

SPICKER: Was gefällt Ihnen am MRG?

Frau Freier: Ich bin begeistert von unserer Schülerschaft. Zwar hatte ich bisher nur sieben eigenverantwortliche Klassen bzw. Kurse, aber jeder davon hat Spaß gemacht. Wir haben hier so viele tolle Projekte! Das Kollegium ist hilfsbereit und herzlich und wenn man nichts dagegen hat, schon vor 7 Uhr in die Schule zu gehen und auch nach Unterrichtsende noch zu bleiben, so spricht das doch für sich. 🙂

SPICKER: Wollten Sie schon immer Lehrerin werden, wenn ja warum?

Frau Freier: Ich wollte eigentlich Übersetzerin/Dolmetscherin werden, weil mir in der Schule das Übersetzen von Texten Spaß gemacht hat. Das habe ich auch in Leipzig studiert und meinen Bachelorabschluss gemacht, habe es jedoch dann nicht in den Masterstudiengang geschafft. Das war gut so, denn danach nahm ich mir erst einmal ein Jahr Auszeit, um zu überlegen, ob es vielleicht seinen Grund hatte, dass ich beim Aufnahmetest nicht überzeugt habe. Ich entschied mich dann gegen eine erneute Bewerbung und suchte nach etwas, was mir vielleicht besser liegt und mich mehr erfüllt. Ich denke, es gibt auf der Welt mehrere Jobs, in denen man gut sein kann und die man halbwegs gerne machen würde. Ich stelle mir das immer wie auf einer Skala vor. Die Kunst ist es, einen zu wählen, der auf der Skala sehr weit vorne liegt. Ich freu mich, dass der Beruf der Lehrkraft einer ist, den ich mir für die Zukunft vorstellen kann und in dem ich viele meiner Kompetenzen ausleben kann.

SPICKER: Unterrichten Sie Lieblingsfächer aus Ihrer Kindheit?

Frau Freier: Englisch habe ich immer gemocht, Mathematik erst seit der Oberstufe. Ich hatte in der 10. Klasse sogar noch eine 4 in Mathe! Ich finde und fand schon immer alle Fächer in der Schule spannend, besonders jedoch noch Geschichte und Biologie. Manchmal wäre ich selbst gern nochmal Schülerin und das am MRG, bei den Lehrkräften und den Unterrichtsveränderungen würde ich heute einiges mehr mitnehmen!

SPICKER: Wie haben sich Corona und die Schulschließungen auf Ihr Referendariat am MRG ausgewirkt?

Frau Freier: Meine Prüfungen wurden verändert, sodass ich statt zwei Lehrproben nur eine praktisch durchführen konnte. Durch den Fahrtweg, der jetzt oft weg gefallen ist, hatte ich anfangs jedoch unter dem Strich etwas mehr Zeit für die Prüfungsvorbereitung. Ich habe das Gefühl, das ohnehin schon recht kurze 18-monatige Referendariat wurde durch Corona noch kürzer, und die Praxis, die ich noch gern gehabt hätte, um weiter dazuzulernen, fehlt mir am Ende. Dafür hat man sich digital natürlich ein wenig weiterentwickelt.

SPICKER: Haben Sie Ihre Zeit als Referendarin hier genossen?

Frau Freier: Und wie! Ich hatte so wunderbare Klassen und Kurse, mir wird jede einzelne Schülerin und jeder einzelne Schüler fehlen. Noch dazu ließen meine beiden Mentoren, Herr Trost und Herr Mewes, keine Wünsche offen, und ich hoffe, so ein offenes, humorvolles und wertschätzendes Kollegium auch an einer anderen Schule zu finden. Auf diesem Wege möchte ich mich auch noch einmal voller Dankbarkeit und schöner Erinnerungen von der jetzigen 5b, 6c, 8a, 8c, 10a und meinem Business English-Kurs verabschieden. Das Referendariat war viel zu kurz – das wäre es auch ohne Corona gewesen – und mit dem Lernen bin ich noch lang nicht fertig. Es fällt mir schwer zu gehen, aber ich bin dem MRG sehr dankbar, dass es mich ausgebildet hat!

Braylon, Lasse, Levin

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